Gehegepflanzen

Auf dieser Seite möchten wir Pflanzen vorstellen, die sich zur Bepflanzung der Gehege eignen. Denn nicht selten werden wir danach gefragt, was man in die Gehege als Pflanzen einbringen kann. Auch hier muss man in erster Linie die Bedürfnisse der Schildkröten berücksichtigen. Und natürlich dürfen die Gehege auch für unsere Augen schön und dekorativ sein.
Alles, was nicht giftig ist, das Gehege gut strukturiert, den Schildkröten als Versteckmöglichkeiten dient, lichte Schattenplätze liefert oder einfach nur schön aussieht, kann gepflanzt werden.

Gut geeignet sind Ziergräser jeder Art. Wenn sie schön buschig werden oder wie beim Blauschwingel, werden sie von den Schildkröten sehr gern genutzt, um sich darunter zu verstecken.
Mediterrane Kräuter sehen nicht nur gut aus; durch ihren Anteil an ätherischen Ölen sind sie auch gut für die Panzer der Schildkröten. Außerdem werden diese sehr gern genutzt, um sich daneben oder darunter einzugraben.

Zu einer weiteren Gruppe zählen wir Pflanzen, die alle vorher genannten Funktionen erfüllen und gleichzeitig auch Futterpflanzen sind.

Dazu gehört eindeutig die Fetthenne. So üppig können die Pflanzen nur im Frühjahr und an einem geschützten Ort im Gehege gedeihen. Haben die Schildkröten sie erst einmal entdeckt, werden die dickfleischigen Blätter von unten her abgefressen, bis nur noch holzige Stiele mit wenigen Blättern übrig bleiben. Unter diesen verstecken sich die Tiere aber wieder gern.
Luzerne – diese haben wir anfangs immer für hohen Klee gehalten. Sie wächst zu breiten Büschen heran, wenn man sie zu Beginn der Wachstumsphase herunter schneidet.
Nennen möchten wir an dieser Stelle auch noch den Hibiskus. Die Blüten, aber auch die Blätter werden sehr gern gefressen. Er verträgt es auch, ab und zu herunter geschnitten zu werden. So wächst er nicht als Baum sondern als Busch.

Und nicht zu vergessen sind alle Hosta-Arten. Diese winterharten Stauden, die es in verschiedenen Blätterfarben gibt, werden schon im Frühjahr abgefressen, sobald die Spitzen aus dem Boden schauen. Unsere Pflanzen sind aber so kräftig, dass sie diese „Angriffe“ vertragen und umfangreiche Stauden bilden. Im Sommer werden von den Schildkröten dann ab und zu gern die Blätter und die Blüten verspeist und darunter Schutz vor der Sonne gesucht.

Diese Königskerze ist mittlerweile mannshoch geworden. Unsere älteren Nachzuchten lieben es, sich in der Mittagszeit unter ihren Blättern auszuruhen. Die Blüten, die herunter fallen, werden gern gefressen.
Ebenso bei diesen beiden Pflanzen. Rechts die Nachtkerze, bei der besonders die Blüten ein wahrer Leckerbissen sind. Links die Malve. Hier werden auch gern die Blätter gefressen.

Im Gehege sollten Beerensträucher (Himbeeren, Brombeeren, buschige Stachel- und Johannisbeeren) nicht fehlen.

Sehr schön wirken Schilfgräser aller Art. Hier eine relativ niedrig bleibende, schöne zweifarbige Pflanze (wahrscheinlich eine Bambus-Art).

Schwertlilien oder Yuccas sind nicht nur dekorativ. Diese immergrünen Pflanzen mit langen steifen Blättern bilden einen Blickfang im Gehege. Diese Art aus dem Mittelmeer-Raum hat festere Blätter mit einem härteren Stachel am Ende als unsere einheimische Art. Unsere Tiere lieben es, sich an heißen Tagen am Stamm unter den Blättern einen lichten Schattenplatz zu suchen.

Hebe (Strauchveronika) in verschiedenen Farbgebungen und Blattgrößen.

Als Gehegepflanzen eignen sich auch alle Arten von Koniferen. Als günstig hat es sich erwiesen, klein bleibende Arten zu wählen. Erstens können sich die Schildkröten besser darunter verkriechen und zweitens werfen sie nicht so viel Schatten.

Auch Sträucher und kleine Büsche haben wir gepflanzt. Sie bilden, zusammen mit Steinen oder anderen Pflanzen, „Hindernisse“, die die Schildkröten umlaufen müssen. Somit wird das Gehege interessanter und die Wege, die die Schildkröten gehen, werden länger.